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Bremervörder Zeitung vom 20.11.10

„Wir brauchen mehr Generationengerechtigkeit“

Brief aus Berlin: Heute schreibt in dieser Kolumne der Rotenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel

Kaum ein Thema hat so viel Verunglimpfungspotential wie die Rente mit 67. Doch wer sich die Fakten betrachtet, kommt an der Notwendigkeit dieser Maßnahme zur Sicherung unseres Altersversorgungssystems nicht herum.
Zunächst wissen nur wenige, dass die Rente mit 67 erst ab 2012 gilt. Sie wird stufenweise (in ein- bzw. zweimonatigen Schritten) endgültig erst 2029 eingeführt, also für die heute 46- Jährigen. Sie trifft damit diejenigen, die auch für die demographische Entwicklung verantwortlich sind. Alle Betroffenen konnten sich darauf langfristig einstellen.
Die Bevölkerungsentwicklung ist so dramatisch, dass darauf reagiert werden muss. Bis 2030 wird die Zahl der 20- bis 64jährigen um sechs Millionen zurückgehen und die über 64-Jährigen um sechs Millionen steigen. Immer weniger Erwerbstätige müssen also für immer mehr Rentner Wohlstand und soziale Sicherung erwirtschaften.
Bis 2030 steigt gleichzeitig die durchschnittliche Lebenserwartung um drei Jahre. Die Anhebung des Renteneintrittsalters um zwei Jahre gleicht die negative demographische Entwicklung also nur zum Teil aus. Die Jüngeren werden mehr Beitrag zahlen, dafür weniger Rente erhalten. Ohne das höhere Renteneintrittsalter würden die Beiträge der Jüngeren sehr stark ansteigen. Deshalb ist auch die steuerlich begünstigte Riester-Förderung zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge gerecht. Wir brauchen mehr Generationengerechtigkeit. Die Last der Demographie dürfen nicht nur die Jüngeren tragen.
Angesichts gesunder Ernährung, einer guten medizinischen Versorgung und humanerer Arbeitsbedingungen hat sich die Arbeitsfähigkeit der älteren Mitbürger sehr verbessert. Noch nie waren ältere Arbeitnehmer im Schnitt so gesund und gebildet wie heute. Wegen des Fachkräftebedarfs auf dem Arbeitsmarkt sind deshalb die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer so gut wie nie zuvor.
Das war eine der Bedingungen für die Rente mit 67, weil es nicht gerecht wäre, den älteren Mitbürgern erst einen späteren Eintritt in den Ruhestand zu erlauben, wenn sie keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten. Älteren Arbeitnehmern wird jedoch auf dem Arbeitsmarkt eine wachsende Bedeutung zukommen. Wir wollen und wir können nicht auf sie verzichten.
Gerade bei uns vor Ort spielt das Handwerk und das Dienstleistungsgewerbe eine große Rolle. Hier sind Fachwissen, Erfahrung aber auch soziale Kompetenz im Umgang mit dem Kunden entscheidend. Das alles bringen die älteren Arbeitnehmer mit und deswegen werden sie in Zukunft immer mehr gefragt sein. Gegenüber dem letzten Jahr hat sich denn auch die Arbeitslosigkeit gerade der über 55-Jährigen um zehn Prozent verringert. Gleichzeitig geht auch die Jugendarbeitslosigkeit stark zurück.
Die Älteren blockieren keine Arbeitsplätze, weil der Rückgang der Erwerbstätigen so dramatisch ist, dass er durch den Abbau der Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer und durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht ausgeglichen werden kann. Die demographische Entwicklung kann auch nicht durch eine größere Produktivität ausgeglichen werden. Im Übrigen bleibt es auch dabei, dass derjenige, der 45 Versicherungsjahre gearbeitet hat, ohne Abschläge zwei Jahre früher in Rente gehen kann, also mit 65 Jahren.


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