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Bremervörder Zeitung vom 16.04.11

Mehr Ärzte für den ländlichen Raum in Sicht

Brief aus Berlin: Heute schreibt in dieser Kolumne der Rotenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel

„Der Landarzt“ begegnet uns noch im Fernsehen. In der Realität hat er eher Sendepause. Der Ärztemangel im ländlichen Raum gehört zu den klassischen Problemen, mit denen man als Wahlkreisabgeordneter konfrontiert ist. Jetzt ist uns mit dem „GKV-Versorgungsgesetz“ endlich ein Durchbruch gelungen, der zumindest politische Rahmenbedingungen dafür schafft, dass es wieder mehr Ärzte auf dem Land gibt, weil es deutlich attraktiver wird, sich bei uns vor Ort niederzulassen. Probleme für ältere Ärzte, einen Nachfolger zu finden, sollten der Vergangenheit angehören.
Das Zulassungssystem für Ärzte wird flexibilisiert. Facharztzulassungen sollen sich am regionalen Bedarf und nicht an Landkreisgrenzen orientieren. Wenn für eine bestimmte Fachrichtung alle Kassenzulassungen vergeben sind, die Ärzte aber alle in Rotenburg sitzen und keiner in Bremervörde, dann wird sich das in Zukunft ändern.
In überversorgten städtischen Gebieten sollen Kassenzulassungen künftig nach dem Ausscheiden älterer Ärzte eingezogen werden können, so dass junge Ärzte, wenn sie sich niederlassen wollen, auf den ländlichen Raum konzentrieren müssen. Dafür werden Ärzte in unterversorgten Gebieten künftig deutlich mehr verdienen können. Für typische hausärztliche Leistungen oder besonders förderwürdige Facharztrichtungen wird es Preiszuschläge geben. Das gilt auch für die zahnärztliche Versorgung.
Die Kassenärztlichen Vereinigungen erhalten zusätzliche Mittel zur Einrichtung eines Strukturfonds. Damit können für junge Ärzte Investitionskostenzuschüsse für die Praxiseinrichtung, Vergütungs- und Ausbildungszuschläge oder auch Stipendien für Studenten bezahlt werden. Krankenhausärzte sollen ermuntert werden, sich an der ärztlichen Versorgung vor Ort zu beteiligen. Der ärztliche Notdienst soll künftig auch unter Einbeziehung der Krankenhäuser sichergestellt werden, um die Ärzte im ländlichen Raum zu entlasten.
Es wird künftig eine Reihe sehr praxisorientierter Maßnahmen ergriffen, die es ebenso attraktiver machen sollen, sich auf dem Lande niederzulassen. Künftig wird es eine Quote zur Landarztförderung bei der Vergabe von Medizinstudienplätzen geben. Wer sich verpflichtet, im ländlichen Raum zu praktizieren, bekommt eher einen Studienplatz, auch wenn die Abiturnote nicht 1,0 war. Die Kommunen können künftig eine Arztpraxis einrichten und dort einen Arzt anstellen, damit der die Investitionskosten spart. Und es wird eine Vielzahl von Maßnahmen geben, mit denen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich verbessert wird.
Viele Absolventen des Medizinstudiums sind Frauen und es wäre schade, wenn zu viele von diesen ins Krankenhaus, die Forschung oder andere Bereiche ausweichen, weil sich anders der Wunsch nach einer Familie mit Kindern und die Tätigkeit als Landarzt nur schwerlich verwirklichen lassen.
Eine Reihe weiterer Maßnahmen wird die Versorgungsrealität der Patienten verbessern. Dazu gehören das leidige Problem der langen Wartezeiten bei Fachärzten und die Entlastung der Ärzte von zu viel Bürokratie. Die Politik kann angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland nicht versprechen, dass die medizinische Versorgung künftig billiger wird, aber dass sie besser wird, dazu ist jetzt ein Durchbruch gelungen.


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