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Böhmezeitung vom 11.01.12

„Sanitätszentrum Munster braucht Platz“

bz Munster/Berlin. Das bisherige Fachsanitätszentrum in Munster braucht nach Ansicht des hiesigen CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel mehr Platz. „Nach der Strukturreform der Bundeswehr wachsen die Aufgaben, und das medizinische Personal nimmt zu. Deshalb werde ich mich gegenüber Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière dafür einsetzen, dass die geplanten Baumaßnahmen in der Peter-Bamm-Kaserne jetzt zügig in Angriff genommen werden“, teilte Grindel mit.
In der Kaserne soll ein Sanitätsunterstützungszentrum der Bundeswehr entstehen, das auch die medizinische Versorgung auf den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen sicherstellt. Der Leiter des bisherigen Fachsanitätszentrums, Oberarzt Achim Landherr, berichtete dem Abgeordneten, dass von den 230 Soll-Dienstposten nur 201 Dienstposten tatsächlich besetzt seien.
Grindel wertete dieses Beispiel als neuerlichen Beleg dafür, dass die insbesondere von Munsters Bürgermeister Adolf Köthe verbreitete These, in Munster gebe es künftig 1000 Bedienstete weniger, nicht zutreffe. Grindel: „So wie bei den Sanitätern ist es in verschiedenen Bereichen der Bundeswehr in Munster. Die Soll-Zahl der Dienstposten entspricht nicht der Ist-Zahl, der tatsächlichen Besetzung. Ich habe Minister de Maizière deshalb gebeten, einmal die genauen Ist-Zahlen festzustellen, wie viele Dienstposten in Munster tatsächlich besetzt sind. Erst danach kann man die Auswirkungen der Strukturreform wirklich abschätzen.“
Oberarzt Landherr bezeichnete die Sanitäter denn auch als die „großen Gewinner“ der Reform, weil im neuen Sanitätsunterstützungszentrum künftig zusammen mindestens 400 Ärzte, medizinisches Pflege- und Verwaltungspersonal arbeiten werden. Um attraktiver zu sein, müssten dafür auch eine angemessene Unterbringung und gute Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden, meinte Grindel.


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