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Homepage des NFV vom 13.03.12

Im Ehrenamt sitzt nicht der Dumme, sondern der Clevere

Die Fußballvereine auf Amateurebene stehen vor großen Herausforderungen. Die Mitgliederzahlen werden auf Grund der demographischen Entwicklung auf Dauer zurückgehen.
Das bedeutet: Weniger Mitglieder, weniger Ehrenamtliche und natürlich weniger Geld. Gibt es Lösungen für all diese Probleme? Die 300 Teilnehmer beim 2. DFB-Amateurkongress in Kassel haben diese Themen ausführlich beraten.

Wie könnte die Zukunft des Amateurfußballs aussehen? Die Kongressteilnehmer erarbeiteten dafür Vorschläge. Nachfolgend eine Auswahl der wichtigsten Themen: Eine Botschaft des Kongresses vorweg: »Im Ehrenamt sitzt nicht der Dumme, sondern der Clevere.
Vorgetragen wurde sie von Erwin Staudt, ehemaliger Präsident des VfB Stuttgart.
Wie könnte die »Marke Amateurfußball« aufpoliert werden? Zum Beispiel mit einer Imagekampagne unter Beteiligung aller Ebenen. Ziel muss sein: Die Leistungen und den Wert des Amateurfußballs deutlich zu machen. Für dieses Vorhaben wäre ein sogenannter “Handwerkskasten« hilfreich, der den Vereinen an die Hand gegeben wird.
Der Amateurfußball sollte sich für die Entwicklung eines Selbstverständnisses definieren und eine Marke bilden, die Attraktivität und Selbstbewusstsein ausstrahlt. Die Gewinnung von Sponsoren wäre dabei sehr hilfreich. Neue ehrenamtliche Mitarbeiter müssten dann aber auch gewonnen werden, beispielsweise durch eine Vernetzung mit Unternehmen.
Dabei muss eine Qualitätsstrategie entwickelt werden. Denn nur kompetente und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen den Verein voran. Dementsprechend müssen die Landesverbände Qualifizierungsangebote für alle Funktionen und eine Vereinsberatung anbieten.
Um das Image des Amateurfußballs zu verbessern, müssen die digitalen Medien verstärkt genutzt werden, um die Außendarstellung zu verbessern. Partnerschaften mit Lizenzvereinen und gemeinsame PR-Aktionen oder Veranstaltungen sollten angestrebt werden. Mehr Wettbewerbe für Auswahlmannschaften in Verbänden und Kreisen können auch zur Imageverbesserung beitragen.
Mit dem Begriff »Amateurfußball« beschäftigte sich DFB-Vizepräsident Hermann Korfmacher. In anderen Verbänden wie Eishockey und Handball gebe es die Definition »Amateur« gar nicht. Der beim DFB für die Amateure zuständige Vizepräsident erklärte, dass die Definition Amateurfußball in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit außerhalb des bezahlten Fußballs beginne. Korfmacher erinnerte daran, dass auch die 3. und 4. Liga sehr wohl dem bezahlten Fußball zuzuordnen seien.
Korfmacher appellierte in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung an die Vereine, die den Sprung in die Profiligen anstreben, ihre finanzielle Situation nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn ihre Etats nicht durch Mäzenatentum, Sponsoring oder Werbeverträge abgefedert bzw. gefördert würden, entstehe immer ein Minusgeschäft.
Eine weiteres Thema des Amateurkongresses hieß »Mehrwert Ehrenamt« Um die Wahrnehmung des Ehrenamtes zu stärken, müsse die Wertschätzung und Anerkennung für den Ehrenamtlichen gesteigert werden. Dazu gehöre ein Qualifizierungs- und Beratungssystem. Außerdem müssten die Rahmenbedingungen verbessert werden, unter anderem im steuerlichen Bereich. Viele Kongressteilnehmer wünschen sich vor allem einen Abbau der Bürokratie, unter anderem seitens der Verbände. Auch in der Arbeitswelt müsse das Ehrenamt eine größere Anerkennung erfahren. Denkbar wäre zum Beispiel ein Zertifizierungssystem zur Anerkennung von im Verein erworbenen Kompetenzen.
Wann kommen die Ergebnisse des Kongresses in den Vereinsheimen an? Diese Frage der Neuen Osnabrücker Zeitung beantwortete Hermann Korfmacher wie folgt: »Ich weiß nicht, ob sie überall ankommen. Wir werden die Ergebnisse nicht nur abheften und archivieren, sondern damit arbeiten. Der Kongress ist das eine, eine große Bilanz, die wir ziehen. Und dann kommt der Auftrag, umzusetzen, was wir erkannt haben. Bis zum ordentlichen Bundestag 2013 soll ein Fußball-Entwicklungsplan erarbeitet werden, der eine hoffentlich große Verbindlichkeit unterhalb des DFB hat. Das ist das Ziel.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Profis und Amateure eng zusammenarbeiten. Der ehemalige DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger betonte: Es gibt nichts Wichtigeres für den deutschen Fußball als die Einigkeit zwischen dem Profifußball und den Amateuren, also zwischen Bereichen, die auf den ersten Blick gar nicht so gut zusammenzupassen scheinen.« In der vergangenen Saison wurden in Deutschland pro Tag 4400 Fußballspiele ausgetragen. Insgesamt 1,6 Millionen Begegnungen. Eine Studie belegt, dass 6,7 Millionen Mitgliedern im DFB elf Millionen Menschen in Deutschland gegenüberstehen, die außerhalb der Vereine Fußball spielen.
Nicht zuletzt deshalb hat der DFB den 2. Amateur-Fußballkongress veranstaltet. Damit der Fußball an der Basis überlebt.

Zusammengefasst von REINER KRAMER (Quellen: www.dfb.de und Neue Osnabrücker Zeitung)


Die niedersächsischen Delegierten beim DFB-Amateurkongress.

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