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Böhme-Zeitung vom 18.07.12

„Europa nicht aufs Spiel setzen“

Bundestagsabgeordneter Grindel beim Stadtgespräch in Munster

db Munster. Beim letzten Munsteraner CDU-Stadtgespräch vor der Sommerpause im voll besetzten Saal des Hotels Deutsches Haus war der Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel zu Gast. Der Politiker sprach zur Krise in Europa rund um den Euro, über die Diskussion um das Melderecht und die mit der Energiewende zusammenhängenden Fragen.
Das vielschichtige Thema Euro sei nicht einfach zu vermitteln, sagte Grindel. Er gab dem Bundespräsidenten recht, dass die Politik alles daran setzen müsse, den Menschen die Notwendigkeiten verständlich zu machen, damit diese die schwierigen Entscheidungen mittragen. Wer Europa aufs Spiel setze, wisse nicht, was er damit anrichte.
Dass die Energiewende eine anspruchsvolle Angelegenheit sei, liege auf der Hand. Die Konsequenzen der Energiewende würden immer deutlicher, angefangen beim Ausbau der Stromtrassen, über die ebenfalls vorhandenen Risiken der neuen Stromerzeugungsverfahren bis zu den beträchtlichen Kosten, die jeder zu spüren bekomme. Es liege in der Natur der Sache, dass darüber diskutiert werde. Die Politik müsse sich aber davor hüten, sich von Stimmungen treiben zu lassen. Auch taktische Spielchen, wie später in der Diskussion deutlich wurde, seien keine Alternative für eine durchdachte und glaubwürdige Politik.
Die Zuhörer hatten viele Nachfragen zu den angesprochenen Themen, aber sie drückte auch an anderen Stellen der Schuh. Der öffentliche Personenverkehr beispielsweise spielt für die Munsteraner, die an keiner Nord-Südverbindung wohnen, eine besondere Rolle. Die diesbezüglichen Anliegen wurden dem Abgeordneten ans Herz gelegt. Ausdrücklich wurde der Wahlkreisabgeordnete aus der Zuhörerschaft für seine Unterstützung gelobt, mit der er das Geothermieprojekt der Stadtwerke Munster-Bispingen voran zu bringen helfe.


Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel (stehend) beim letzten CDU-Stadtgespräch im Hotel Deutsches Haus in Munster.

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