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Bremervörder Zeitung vom 18.08.12

Null-Toleranz gegen Gewalt beim Fußball

Brief aus Berlin: Heute schreibt in dieser Kolumne der Rotenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel

An diesem Wochenende startet der DFB-Pokal mit der 1. Hauptrunde, nächste Woche beginnt dann die 1.Fußball-Bundesliga. Der Fußball-Alltag hat uns wieder. Hoffentlich geht es nicht dort weiter, wo es bei den Aufstiegsspielen zur 1. und 2. Bundesliga aufgehört hat: Pyrotechnik, Gewalt im und vor dem Stadion.
Die Innenminister von Bund und Ländern haben während der Sommerpause bei zwei großen Treffen mit den Spitzen von DFB und DFL sowie den Vertretern der 36 Vereine der 1. und 2.Bundesliga nach gemeinsamen Lösungen gegen Gewalt im Fußball gesucht. Für mich zeigt sich eines ganz deutlich: wir brauchen ein geschlossenes Konzept, auf das sich alle Innenminister und die Vereine gemeinsam verständigen. Diejenigen, die vor dem und im Stadion Verantwortung tragen, dürfen sich nicht von denen auseinanderdividieren lassen, die den Fußball für Auseinandersetzungen missbrauchen, die man nicht mehr als Fankultur bezeichnen kann.
Es ist schlicht Unsinn, wenn von einigen führenden Ultras in Stellungnahmen behauptet wird, Gewalt gehöre zum Fußball, damit habe man sich abzufinden. Zum Fußball gehört Fair Play und das Einhalten von Regeln, auf die sich die wahren Fußballer verständigt haben. Wer gibt eigentlich den Vertretern der Ultra-Szene das Recht, für sich die Deutungshoheit in Anspruch zu nehmen, was zum Fußball gehört und was nicht? Haben diese Ultras im Fußball schon etwas geleistet, als Spieler, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter oder sonst ehrenamtlich Tätige? Wir müssen ihnen entgegentreten, wenn sie sich als die wahren Lordsiegelbewahrer des Fußballs in seiner Reinkultur definieren.
Gleichwohl darf man aber auch nicht die Brücken für einen Dialog mit der Fan-Szene einreißen. Die Bedingungen für einen Dialog müssen jedoch klar sein: Null-Toleranz gegen Gewalt im Fußball und auch Null-Toleranz gegenüber der gefährlichen Pyrotechnik. Über alles andere muss man reden. Ich glaube zum Beispiel, dass Stadionverbote kein Allheilmittel sind und wohl erwogen werden müssen.
Einmal dürfen sie wirklich nur gegenüber Gewalttätern ausgesprochen werden, die eindeutig überführt sind. Zum anderen wäre ich dafür, eine Bewährungsmöglichkeit zu eröffnen: wer seinen C-Trainerschein macht oder als Schiedsrichter erfolgreich eine Saison pfeift, der soll auch wieder die Chance bekommen, durch diese tätige Reue den Weg zurück ins Stadion zu finden, hoffentlich geläutert.
Kein Verständnis habe ich für die reflexartigen Forderungen, wonach die Vereine die Polizeieinsätze zahlen sollen oder man sonst die Zahl der Polizisten reduziert, wie dies der Innenminister von NRW gefordert hat. Nicht die Vereine sind Störer, sondern die Gewalttäter bei einem Fußballspiel. Schon aus Rechtsgründen kommt deshalb eine Kostenerstattung nicht in Frage, die es ja auch bei Rockkonzerten oder Demonstrationen nicht gibt. Im Übrigen wissen wir gerade aus den Erfahrungen rund um den 1.Mai, dass eine angemessene Polizeipräsenz Gewalttäter eher abhält, Straftaten zu begehen.

Ihr Reinhard Grindel


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