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Rotenburger Kreiszeitung vom 27.10.12

„Vorhaben sofort stoppen“

Reinhard Grindel MdB spricht mit Umweltminister Peter Altmaier

Kreis Rotenburg. „Demonstrationen gegen Fracking sind in Ordnung. Wirklich helfen wir den Menschen aber nur, wenn wir verschärfte gesetzliche Grundlagen schaffen, die dafür sorgen, dass Fracking weder Mensch noch Natur schädigt“, sagte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel.

Deshalb habe sich der Rotenburger Politiker mit Bundesumweltminister Peter Altmaier zu einem Gespräch über Fracking getroffen. Grindel habe dem Minister dabei die Situation in seinem Wahlkreis geschildert und ihm von den vielfältigen Protesten aus allen Kreisen der Bevölkerung berichtet. Der Minister habe gesagt, es müsse seitens des Gesetzgebers ein Signal ausgesandt werden, dass man die Sorgen der Menschen ernst nimmt. Einig waren sich Grindel und Altmaier, dass Fracking nicht in Trinkwasserschutzgebieten und nur nach einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung mit einer kommunalen Bürgerbeteiligung zugelassen werden soll. Nach einem Workshop des Ministeriums am 3. Dezember zum Thema Fracking strebe Altmaier eine Gesetzesänderung an, die die Zulassungsvoraussetzungen klar regeln soll, teilt Grindel in einem Presseschreiben mit. Die beiden CDU-Politiker hätten mit großem Interesse Aussagen von ExxonMobil und anderen Energieunternehmen zur Kenntnis genommen, wonach es schon in zwei Jahren „Green Fracs“ geben könnte, also Frackflüssigkeiten ohne gefährliche Chemikalien. Grindel: „Es liegt deshalb nahe, sofort sämtliche Fracking-Vorhaben zu stoppen und abzuwarten, bis diese neue Frackflüssigkeit eingesetzt werden kann. Das Gas in den Gesteinsformationen wird ja nicht schlecht, sondern es dürfte angesichts der steigenden Energiepreise in zwei Jahren noch attraktiver sein, es dann abzubauen.“ Er erwarte gemeinsam mit vielen betroffenen Koalitionspolitikern insoweit eine Aussage der Energieunternehmen, wie sie mit dem Thema „Green Frac“ umzugehen gedenken.


Reinhard Grindel (l.) traf Umweltminister Peter Altmaier.

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